Wiener Ballamasch 2005

Aus den Medien

Radio Drá’ták / ORF Radio 1476

Wiener Ballamasch 2005

Der diesjährige Trachtenball Šibřinky ist unter anderem auch Thema eines Bilderbandes, mit dem Arbeitstitel »Wiener Ballamasch 2005«, ein Projekt von Ivan Župa, Mitarbeiter der ORF-Minderheitenredaktion. Fotografisch werden die Unterhaltung und die Farbpracht der ethnischen Vielfalt Wiens festgehalten.


Auf der Internetseite http://volksgruppen.orf.at/volksgruppen/aktuell/stories/28439/ erschien am 27. März 2005 folgende Story:

»Wiener Ballamasch 2005« auf Video

Ein für den Herbst geplantes Kompendium zu den Volksgruppen- und Minderheitenbällen wird nicht nur als Buch und DVD erscheinen, sondern auch als Video, kündigt Herausgeber Ivan Župa an.

Prominente Fotografen

Kurz vor den Aufnahmen bei dem heutigen persischen Neujahrfest »Newroz« im Eventhotel Pyramide in Vösendorf betont Ivan Župa - im Hauptberuf Mitarbeiter der Fernsehsendung »Heimat, fremde Heimat« - »das große Interesse« an dem Buch: »Es gibt da tatsächlich große Erwartungen, denn diese Bälle sind ja nicht so sehr im allgemeinen Wissen verankert, das war bisher so eine Art Kultur im Untergrund. Zugleich präsentieren sich aber hier die Gruppen zunehmend interessanter«. Als Fotografen hat Ivan Župa dabei für sein Projekt herausragende »Liebhaber der Fotografie« gewinnen können, so unter anderem Robert ›Bob‹ Hailwax, Präsident des seit 1906 bestehenden Wiener Lichtbildnerklubs und schon jahrelang beim Neujahrskonzert professionell unterwegs. Ein anderer ist José Fernandes de Andrade, er leitet den 800 Mitglieder starken UN Photo Club Vienna in der Wiener UNO-City.

Heute Abend: Persisches Neujahrfest – »Newroz«

Hunderte Fotos pro Ball

Hailwax, Andrade, Župa
Hailwax – Andrade – Župa

Wolfgang Hennigs vom ORF-Fotoclub hat gleichfalls bei einem Dutzend dieser Bälle »aus der Freude am Fotografieren« mitgemacht und meint zu den Bällen, »ganz besonders auffallend ist dabei diese Zusammengehörigkeit, dann die schönen Trachten und bei einigen Bällen wie bei den Serben und den Roma eine herausragende Musik«. Er hat jeweils vier bis fünf Filme pro Ball fotografiert, allerdings sind an jedem Abend zwei oder gar drei Fotografen für das Buch tätig. Die besten Fotos kommen dann auf jeweils 16 Seiten in dem Buch »Wiener Ballamasch 2005«, erläutert Ivan Župa die Planung: »Das Vorwort schreibt OSCE-Generalsekretär Ján Kubiš, wir werden eine Auflage von 2.000 Stück herausbringen und auch jeder Veranstalter wird auf einer Seite seine Organisation präsentieren können.«

Zum Gedankenjahr

Ivan Župa sieht das Buch auch als wesentliches Element im so genannten Gedankenjahr, »denn leider gibt es kaum etwas in diesem Bereich für Volksgruppen und Minderheiten«. Daher verwirklicht er nun die schon längere Zeit in ihm schlummernde Idee, die Expertise hat er unter anderem auch durch die mehrjährige Produktion der Ballberichterstattung für »Heimat, fremde Heimat«. Bei Erfolg – von dem Ivan Župa »nach den bisherigen Rückmeldungen« überzeugt ist – soll das Buch aber nicht nur eine einmalige Aktion zu den heurigen Jubliäen bleiben, sondern jedes Jahr erscheinen. Hintergrund dafür sind einerseits neue Bälle, andererseits »war der heurige tschechische Trachtenball vielleicht der letzte«.

Zwischenbilanz

Zu der Frage nach auffälligen Unterschieden zwischen den Bällen der Migranten zu denen der anerkannten österreichischen Volksgruppen meint Ivan Župa, »die Migrantenbälle sind eher jünger, die Volksgruppen-Bälle gibt es ja schon schon länger. Herausragend und zu keiner der beiden Kategorien gehört der Flüchtlingsball, ich nenne ihn den ›Anti-Ball der Bälle‹. Unter dem Namen ›Integrationsball‹ wäre er wohl längst eingegangen, so aber gibt es ihn schon elf Jahre. Am meisten beeindruckt hat die Fotografen wohl der serbische Ball, das war ein sehr kraftvoller Abend. Und dann noch der Ball der Roma, ein Mulatschag mit exzellenter Musik und sehr vielen politischen Prominenten.«

Flexibilität

Bei der Planung für den »Wiener Ballamasch 2005« mußte Ivan Župa mehrfach flexibel disponieren, der »ursprünglich fix geplante zweite österreichisch-türkische Tulpen-Ball ist leider ins Wasser gefallen«. Andererseit hofft der Herausgeber noch, dass die eine oder andere Gruppe bis zum Redaktionsschluss im Spätsommer doch noch einen Ball veranstaltet, denn ursprünglich war die Kalkulation auf 16 Bälle abgestellt. Jüngste Erweiterung des Projektes ist neben der Aktualisierung der Homepage jetzt die Produktion eines Videos aus den Fotos. Hier hat sich ein Kameramann für die Idee zu einer Visualisierung als »Tanz der Bilder« begeistern lassen, erzählt Ivan Župa, dazu sind auch noch Interviews für eine Fernsehdokumentation mit den verschiedenen Volksgruppen geplant.